Wenn wir aber ständig unsere eigenen Grenzen überschreiten, kann Stress krank machen. Im Zusammenhang mit Stress fällt schnell das Wort Burn-out. Dabei handelt es sich bei Burn-out nicht um eine eigenständige Erkrankung. Burn-out ist ein Risikozustand, der zu psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen und zu körperlichen Krankheiten wie Tinnitus, Bluthochdruck oder Infektionskrankheiten führen kann.

Wenn man diese Signale über längere Zeit an sich beobachtet, sollte man versuchen, dem Stress entgegenzuwirken.

Ein Burn-out entsteht meist schleichend: Die Betroffenen realisieren zunächst gar nicht, dass sie ihre eigenen Belastungsgrenzen überschreiten.

Deshalb ist es wichtig, die Warnsignale von Körper und Psyche ernst zu nehmen.

Ständig unter Strom

Ein erstes Anzeichen ist oft das Gefühl, am Feierabend, am Wochenende oder im Urlaub nicht abschalten zu können. Wer sich nur noch auf seine beruflichen oder privaten Aufgaben konzentriert und sich selbst und seine Hobbys aus dem Blick verliert, gehört ebenfalls zur Risikogruppe.

Wichtig ist es, einen Ausgleich zum Stress zu finden.

Auch zunehmender Alkoholkonsum sollte einen aufhorchen lassen. Oft zeigt sich ein beginnendes Burn-out durch zynische Kommentare und zunehmende Resignation. Krank machender Stress macht sich aber auch mit körperlichen Symptomen bemerkbar.

Typisch sind Muskelverspannungen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen und ein Ansteigen von Herzschlag und Blutdruck. Wenn man diese Signale über längere Zeit an sich beobachtet, sollte man die Situation nicht auf die leichte Schulter nehmen und versuchen, dem Stress entgegenzuwirken.

Auch mal nichts tun

Wichtig ist es, einen Ausgleich zum Stress zu finden. Wer viel am Schreibtisch sitzt, sollte auf Bewegung und Sport setzen, wer körperlich arbeitet, darf ruhig auf der Couch entspannen. Sonne, Licht, Natur, Ruhe und viel Schlaf tun gut.

Denn nicht selten verbirgt sich hinter den Burn-out-Beschwerden eine ernste psychische oder körperliche Erkrankung.

Denn das Gehirn braucht Zeiten, in denen es sich ausruhen kann. Bei konzentrierter Arbeit sind bestimmte Hirnregionen stark aktiv, andere heruntergeregelt. Mit Phasen der Entspannung gleichen sich die Aktivitäten aus, das Gehirn schaltet quasi in einen Stand-by-Modus. Bleiben diese Ruhephasen aus, erhöht sich das Risiko, Krankheitssymptome zu entwickeln. 

Wenn alle Strategien zur Entspannung nicht mehr weiterhelfen, sollte man frühzeitig gegensteuern und professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen. Denn nicht selten verbirgt sich hinter den Burn-out-Beschwerden eine ernste psychische oder körperliche Erkrankung.