Schlaganfall- und Hirnschädeltrauma-Patienten steht ein langer, schmerzvoller Rehabilitationsprozess bevor. Beat Huber ist Wirtschaftsinformatiker und war erst 48 Jahre alt, als er aus seinem gewohnten Leben herausgerissen wurde. Durch die Hirnblutung war er einseitig gelähmt und büßte seine kommunikativen Fähigkeiten ein. Nach mehrwöchigem Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik konnte er mit einer medizinischen Stütze wieder gehen. Anschließend trainierte er in der Ergotherapie unter Anleitung für die Wiedererlangung der Armfunktionen.

„Der Rehabilitationsprozess ist sehr streng und die Fortschritte minimal “, sagt er. Nach einigen Monaten wird die Unterstützung durch Therapeuten aus Kostengründen immer weiter reduziert, und dann sind die Patienten auf sich allein gestellt. Das Selbsttraining im Alltag verlangt eiserne Disziplin, und ohne Feedback und Kontrolle verlieren die meisten Patienten früher oder später den Mut und den Willen zum Training, bis sie aufgeben.

Glücklicherweise erfuhr Herr Huber von einer Studie am UniversitätsSpital Zürich, in der untersucht wird, wie sich ein neuartiges Armband auf die Motivation von Patienten auswirkt, die nach einem Schlaganfall an einer einseitigen motorischen Einschränkung des Armes leiden. Beat Huber machte bei der Studie mit und trug während sechs Wochen einen „virtuellen Therapeuten“ am Handgelenk.

Er ist von der Wirkung überzeugt: „Das Gerät hat mich motiviert, den gelähmten Arm wieder aktiv einzusetzen, und das Beste ist, dass ich die Resultate meiner Anstrengungen ablesen kann“. Schon nach der Testphase hat die Beweglichkeit seines beeinträchtigten Armes zugenommen.

Dieses Gerät mit dem Namen ARYS™ me ist aus der Vision entstanden, Schlaganfall- und Hirnschädeltrauma-Patienten einen virtuellen Therapeuten zur Seite zu stellen, der sie begleitet und sie zum Training im Alltag animiert.
Ein elegantes Armband am Handgelenk zeichnet alle Bewegungen auf und visualisiert diese mithilfe einer App auf dem Smartphone. Patienten spielen das Spiel „Tree of Recovery“: Jede erfasste Armbewegung lässt einen Baum wachsen und Blätter und Blüten sprießen, jede noch so kleine Bewegung im Alltag zählt.

Das „Sammeln“ von Armbewegungen und das Erledigen von Aufgaben bringen die Benutzer Stufe um Stufe im Spiel weiter. Allein schon das Gedeihen des Baumes motiviert zum regelmäßigen Training im Alltag, es gibt aber noch etwas, das Beat Huber anspornt:

„Die Kinder nehmen an meinen Erfolgen teil, sie wollen den Baum wachsen sehen“. Man könnte fast sagen, so macht Therapie Freude. Auf die Frage, ob er ARYS™ me weiterempfehlen kann, gibt Beat Huber eine klare Antwort: „Ja, ich empfehle dieses System, es dient als persönlicher Therapeut und ist ein guter Motivator “.