Antwort: Eine gezielte und umfassende Schmerztherapie mit starken Opioiden kann zu einer nachhaltigen Linderung der Schmerzen beitragen.

Wenn Schmerzen monate- oder jahrelang immer wieder auftreten oder ständig vorhanden sind, spricht man von chronischen Schmerzen, die für die Betroffenen sehr belastend sind. Obwohl die Ursache der Schmerzen längst nicht mehr besteht, reagieren die Nervenzellen überempfindlich und senden entsprechende Schmerzsignale – die Folge nicht rechtzeitig oder ausreichend behandelter Schmerzen, beispielsweise aufgrund von Rückenleiden, Osteoporose, Gelenkerkrankungen oder Krebs.

In Deutschland leiden etwa elf Millionen Menschen unter chronischen Schmerzen. Diese beeinträchtigen die Lebensfreunde und erschweren den Alltag massiv. Jeder Schritt, jeder Handgriff wird für die Patienten schnell zur Qual.

Starke Opioide: Starke Hilfe bei starken Schmerzen

Viele Menschen mit chronischen Schmerzen wissen oft nicht mehr, wie sie stehen, sitzen oder liegen sollen. Sie neigen dazu, den Schmerz zu vermeiden, indem sie sich nicht mehr oder kaum noch bewegen. Zudem schotten sie sich von der Außenwelt ab, geraten so in Isolation, nicht selten in eine Depression. Damit es nicht so weit kommt, ist es notwendig, frühzeitig den Hausarzt oder einen Schmerztherapeuten aufzusuchen.

Dies steigert die Chancen einer erfolgreichen Behandlung. Denn selbst starke Schmerzen können heute durch gezielte Behandlungsmethoden nachhaltig gelindert werden, so dass die Lebensqualität der Patienten wieder steigt.

Vorsicht ist jedoch bei freiverkäuflichen Schmerzmitteln geboten. Sie können bei längerer Einnahme zu Organschäden führen. Zur Behandlung starker chronischer Schmerzen sind häufig Opioide erforderlich. Sie ähneln den so genannten Endorphinen, die der Körper selbst zur Schmerzlinderung produziert und können starke Schmerzen nachhaltig lindern.

Da Opioide die Organe nicht belasten, können sie auch über einen langen Zeitraum eingenommen werden. Mögliche Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Schwindel lassen in der Regel innerhalb weniger Tage nach.

Als sehr gut verträglich haben sich moderne Kombinationspräparate aus einem starken Opioid in Verbindung mit einem weiteren Wirkstoff erwiesen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt die Einnahme in Form von retardierten Tabletten oder Kapseln, die den Wirkstoff nicht auf einmal, sondern kontinuierlich in die Blutbahn abgeben und so für eine gleichmäßige Schmerzlinderung sorgen.

Initiative Schmerz messen: Informationen und Service

Neben der medikamentösen Behandlung helfen begleitende Therapien, wie Krankengymnastik oder auch Entspannungstechniken. Einen weiteren wichtigen Eigenanteil können Patienten erbringen, indem sie dem Arzt konkrete Informationen über ihre Schmerzen liefern und diese täglich mit einer so genannten Schmerzskala messen und in einem Schmerztagebuch dokumentieren.

Nur wenn der Arzt die Schmerzstärke des Patienten kennt, kann er die richtige Therapie durchführen und die Medikation entsprechend einstellen. Näheres zu „chronischen Schmerzen“ und Informationsmaterialien hält die „Initiative Schmerz messen“ unter www.schmerzmessen.de bereit.