Brauche ich professionelle Hilfe, medizinische Unterstützung oder nur eine helfende Hand im Alltag? Kann ich mich auf Familie und Freunde verlassen oder will ich lieber unabhängig bleiben? Dabei machen unzählige Angebote von Dienstleistern die Auswahl kompliziert und unübersichtlich. Wie finde ich also die optimale Betreuung im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit?

Grundsätzlich fußt das Pflegesystem in Deutschland auf der ambulanten und stationären Pflege. Die ambulante Pflege wird von einem Pflegedienst in den eigenen vier Wänden geleistet. Die geprüften Pflegekräfte unterstützen beim Aufstehen, Anziehen und Waschen, setzen Injektionen, wechseln Verbände und kümmern sich um Medikamente. In Deutschland werden etwa 1,3 Millionen Menschen auf diese Art betreut. Die stationäre Pflege wird durch Alters- und Pflegeheim gewährleistet. Hier wird der Lebensmittelpunkt in eine entsprechende Einrichtung für pflegebedürftige Menschen verlegt, die eine entsprechende Betreuung und Überwachung bietet.

Häusliche Betreuung in Gemeinschaft und Pflege als echte Alternative

Als dritte Säule in diesem Modell hat sich in den vergangenen Jahren die häusliche Betreuung und Pflege etabliert. Lücken in der Betreuung füllt in Deutschland häufig die Familie. Doch zwischen Arbeit, Haushalt und Kindern bleibt oft nur wenig Zeit für die pflegebedürftigen Angehörigen. An dieser Stelle greift das Konzept der häuslichen 24-Stunden-Betreuung. „Die Leistungen des Betreuungspersonals umfassen sowohl die hauswirtschaftliche Versorgung als auch fürsorgliche und mobilisierende bis hin zu grundpflegerischen Leistungen und dienen dazu, die geliebten Angehörigen umsorgt zu wissen. Jedoch können sich viele Menschen nur schwer ein Bild davon machen, wie eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung funktioniert, wenn die Pflegekraft nur 40 Stunden wöchentlich arbeiten darf.“ erzählt Marzena Brinkmann, Geschäftsführerin der Brinkmann Pflegevermittlung GmbH.

Der Alltag mit häuslicher Betreuung

Wie ein ganz normaler Tag abläuft, zeigt das Beispiel von Ana und Frieda. Frieda wird regelmäßig gegen acht Uhr wach. Ana hilft ihr dann beim Aufstehen und Anziehen. Nach dem gemeinsamen Frühstück kümmert sich Ana um den Haushalt, bei dem Frieda ihr im Rahmen ihrer Möglichkeiten so gut es geht zur Hand geht. Zweimal in der Woche steht der Einkauf an, den beide gemeinsam erledigen. Auch das tägliche Mittagessen bereiten sie oft gemeinsam zu. Danach braucht Frieda ihren Mittagsschlaf und sieht bis zum Abend gerne fern, sodass sich Ana bis dahin frei nehmen kann. Am Nachmittag kommt der ambulante Pflegedienst, der sich um die Medikamentengabe und andere medizinische Maßnahmen kümmert. An einigen Tagen wird die Rentnerin vom Fahrservice abgeholt und zur Physiotherapie gebracht. Einmal in der Woche und am Wochenende kümmert sich Ihre Tochter Isabell um ihre Mutter. Auch das bedeutet Freizeit für Ana. In der Woche machen es sich die beiden nach dem Abendessen vor dem Fernseher gemütlich oder spielen eine Runde Karten. Gegen zehn Uhr wird es Zeit, Frieda für die Nacht fertig zu machen. Ana muss beim Umziehen und dem Toilettengang unterstützen und Frieda daran erinnern die richtigen Tabletten einzunehmen. Dann hat Ana Feierabend, denn nachts muss sie nur selten raus.

Um die 24-Stunden-Betreuung zu gewährleisten, ist die Betreuungskraft also angehalten, ihre Arbeitszeit über den Tag hinweg selbst nach den Bedürfnissen des Pflegebedürftigen einzuteilen. „Bei der Vermittlung von Pflegepersonal nutzen wir unsere exzellenten Kontakte zu Dienstleistern in Osteuropa. Die dort angestellten Kräfte begegnen dem Pflegeberuf mit der gleichen Menschenliebe und Professionalität, die man auch von inländischen Kräften kennt und lassen Ihnen daher eine ebenso vollwertige wie individuelle Hilfe angedeihen.“ so Marzena Brinkmann.

Unbegründete Vorurteile

„Viele haben negative Vorurteile bezüglich des mittel- und osteuropäischen Personals. Dabei zeigt der kürzlich erschienene Forschungsbericht der Berufsakademie für Gesundheit und Sozialwesen Saarland (BAGSS), dass sich das Betreuungspersonal fair behandelt fühlt und seine Entlohnung meist als angemessen empfindet. Auch wir vermitteln das Personal nach der EU Dienstleistungsfreiheit und beachten die deutschen Arbeitsgesetze. Die Betreuungskräfte arbeiten in der Regel 40 Stunden pro Woche, sind in ihren Heimatländern sozial- und krankenversichert und beziehen für ihre Tätigkeit eine feste Vergütung.“ so Marzena Brinkmann. Sie kennt die Bedürfnisse und Anforderungen der Patienten. „Oft fehlen nur eine helfende Hand und die Sicherheit, dass jemand da ist, auf den man sich verlassen kann.“

Worauf man bei der Auswahl der Vermittlungsagentur besonders achten sollte

Neben der liebevollen Betreuung und gerechten Entlohnung sollten Angehörige bei der Wahl der Vermittlungsagentur besonders darauf achten, dass diese eine objektive Ermittlung und Einschätzung der Bedürfnisse des zu Pflegenden sowie eine vollumfängliche Beratung der pflegenden Angehörigen bietet. Jeder Fall sollte hierbei individuell betrachtet werden. Hier spielen zum Beispiel die häusliche Situation oder auch das Krankheitsbild eine entscheidende Rolle. „Ein guter Vermittler sollte zudem seine Personaldienstleister nicht nur kennen, sondern auch ständig auf Qualität überprüfen und sicherstellen, dass das entsendete Personal den Anforderungen des Pflegebedürftigen entspricht. Darüber hinaus sind Kundennähe, eine sehr gute Erreichbarkeit auch in Notfällen sowie eine hohe Verfügbarkeit und Reaktionsgeschwindigkeit Merkmale einer Vermittlungsagentur, die zum Wohle der Pflegebedürftigen und deren Angehörigen arbeitet.“, weiß Marzena Brinkmann.