Von Stress und Erschöpfung sind besonders Menschen mit hoher Belastung in Beruf oder Familie betroffen. Auch für den immer häufiger auftretenden Burnout sind beide Symptome führende Indikatoren, vor allem, wenn sich dazu mangelnde Möglichkeiten der Kompensation und Erholung gesellen. Aber nicht nur überbeanspruchte Menschen sind betroffen.

Auch Unterforderung ist ein Problem

Unterforderung, eintönige Tätigkeiten, wenig Verantwortung und Handlungsspielraum verursachen Stress. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehören Stress und seine Folgen zu den größten Gesundheitsgefahren im neuen Jahrtausend. Homöopathische Arzneimittel können wirkungsvolle Unterstützung in Phasen der körperlichen und geistigen Erschöpfung bieten, die mit nachlassender Leistungsfähigkeit einhergehen.

Die Mittel können helfen, Nervosität, Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit, Erschöpfung und Verlust an Selbstvertrauen zu überwinden. Ein Dauergefühl von Überlastung und Überforderung kann auch körperlich krank machen und zu Schlafstörungen, Kopf- und Rückenschmerzen, Ohrgeräuschen oder Bluthochdruck führen.

Individuelle Einzelmittel

Die Homöopathie kann helfen, die seelische und körperliche Ausgeglichenheit sanft wieder herzustellen und dabei gleichzeitig für neue Energie zu sorgen. Dies gelingt durch eine individuelle Auswahl von homöopathischen Einzelmitteln oder auch durch Wirkstoffkombinationen wie zum Beispiel die pflanzlichen Wirkstoffe Damiana und Ginseng-Wurzel sowie die Komponenten Acidum phosphoricum und Ambra.

Die Inhaltsstoffe müssen so gewählt sein, dass sie die Symptome möglichst vollständig abdecken; so hilft das Malvengewächs Damiana gegen körperliche und geistige Erschöpfung, Überarbeitung und Stress; die Ginseng-Wurzel stärkt bei Müdigkeit, Schwäche, nachlassender Leistungsfähigkeit und Konzentration; Acidum phosphoricum und Ambra haben sich in der Homöopathie aufgrund ihrer aufbauenden Wirkung bewährt.

Die Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel wird zuweilen kontrovers diskutiert. Umso wertvoller sind wissenschaftliche Untersuchungen, die zum Beispiel mit dem Präparat Manuia durchgeführt werden, das gegen nervöse Beschwerden und Erschöpfung eingesetzt wird. Über 90 Prozent der in einer Untersuchung einbezogenen Patienten gaben an, sich unter der Behandlung besser zu fühlen; zwei Drittel fühlten sich viel oder sogar sehr viel besser.

Bei etwa der Hälfte der Behandelten war der Wirkungseintritt schon nach einer Woche zu verzeichnen. Besonders ausgeprägt zeigten sich die Verbesserungen bei Leistungsfähigkeit, Nervosität und Ruhelosigkeit, dem Gefühl der Überforderung oder bei Schlafstörungen.

Kleine Schritte zum Ziel

Das wirksamste Mittel gegen Stress ist jedoch ganz einfach genannt: Verringerung des Leistungsdrucks, weniger Verantwortung, weniger Aufgaben, weniger Zeitbedarf für den Job, mehr Erholung und Entspannung. Diese Komplettlösung ist leider praktisch kaum umzusetzen.

Deshalb sollte man in kleinen Schritten beginnen, die individuellen Stressoren zu identifizieren, sie Schritt für Schritt zu entschärfen und ausgleichenden Aktivitäten wie Sport, Freizeit mit der Familie oder ausfüllenden Hobbys mehr Raum zu geben.

Zum Arzt gehen

Wer ständig müde ist, sich weder richtig konzentrieren noch entspannen kann und sich völlig überfordert fühlt, sollte dies ernst nehmen. Eine erste Beratung in der Apotheke und die Ansprache der Beschwerden beim nächsten Besuch in der Praxis des Hausarztes sind der erste Schritt in Richtung einer notwendigen Lösung. Warten Sie nicht zu lang.