Der Begriff Burnout hat sich inzwischen sowohl in der medizinischen Fachwelt als auch in der gesamtgesellschaftlichen Betrachtung fest etabliert. Die Spannweite öffentlicher Diskussionen beim Thema Burnout reicht allerdings von der völligen Negierung bis hin zur übertriebenen Dramatisierung des Problems. Festzuhalten bleibt: Burnout an sich ist keine Erkrankung, aber ein ernstzunehmender Risikozustand.

Die Gefahr eines länger anhaltenden Erschöpfungszustands besteht v. a. in dem damit einhergehenden erhöhten Risiko, z. B. an einer Depression oder Angst- oder Suchtstörung zu erkranken. Doch wie entsteht ein Burnout? In dieser Frage kann das Zusammenspiel von einerseits persönlichkeits- und andererseits arbeitsplatzbezogenen Faktoren als ursächlich angenommen werden.

Arbeit ist ein zentraler Bestandteil des Lebens und in der Regel förderlich für die eigene Identität, das Selbstwertgefühl und damit für das seelische Wohlbefinden. Andererseits könne die Bedingungen der negativen Arbeitswelt, wie Zeit- und Leistungsdruck, hohes Arbeitsaufkommen, gehäufte Arbeitsunterbrechung, zu wenig Anerkennung psychosoziale Risikofaktoren sein, die eine zentrale Rolle bei der Entstehung eines Erschöpfungssyndrom – Burnout sind.

Im Sinne einer wirksamen Burnout-Prävention sollte daher das Arbeitsumfeld so gestaltet werden, dass gesundheitliche Risiken für die Erwerbstätigen minimiert sind. Hierbei spielen neben dem medizinischen Versorgungssystem mit Haus- und Fachärzten vor allem die Betriebsärzte im Rahmen des innerbetrieblichen Gesundheitsmanagement eine tragende Rolle.

Auch die DGPPN als größte medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für psychische Erkrankungen sieht für sich die Prävention  von arbeitsbedingten psychosozialen Risiken und Folgeerkrankungen als dringende Aufgabe.