Bei Vorhofflimmern werden Reize der Nervenbahnen nicht richtig auf die Herzvorhöfe übertragen. Diese ziehen sich dann nicht kräftig zusammen, um das Blut in die Herzkammern zu pumpen.

Unregelmäßiges Vorhofflimmern dauert meist einige Minuten oder einige Tage, es setzt plötzlich ein und hört von allein wieder auf. Hält der gestörte Vorhofrhythmus mehr als sieben Tage lang an und macht eine medizinische Intervention oder medikamentöse Therapie erforderlich, handelt es sich um kontinuierliches Vorhofflimmern. Dies ist die schwerste Form des Vorhofflimmerns. Viele Betroffene bemerken nichts oder kaum etwas von dieser Herzrhythmusstörung.

Wenn Symptome auftreten, sind dies meist Herzstolpern, kurzzeitige Aussetzer oder starkes Herzrasen. Müdigkeit, Luftnot und Schwindel bis hin zur Ohnmacht sind oft die Folge. Leider treten diese Arrhythmien oft nur unregelmäßig auf oder in großen zeitlichen Abständen. Eine Untersuchung mit einem Langzeit-EKG zeigt dann keine Auffälligkeit, eine gezielte Diagnose ist schwer. Daher setzen immer mehr Kardiologen sogenannte Loop-Recorder gefährdeten Patienten ein, die den Herzrhythmus seines Trägers bis zu drei Jahre lang überwachen können.