Rund 70 Prozent aller Schlaganfälle können laut Studienlage vermieden werden.

In der öffentlichen Wahrnehmung ist der Schlaganfall immer noch eine Alterskrankheit. Das stimmt nicht ganz, doch Fakt ist: Das Alter ist der wichtigste, nicht beeinflussbare Faktor für den Schlaganfall. Rund 80 Prozent der Schlaganfälle ereignen sich in der Gruppe der über 65-Jährigen. Genau genommen ist nicht das Alter der Risikofaktor, sondern die über die Lebensjahre wachsende Summe an Vorerkrankungen und Gefäßschädigungen.

Mehr Bewegung kann der Schlüssel zu einem verlängerten Leben sein

Das ist nicht neu, trotzdem scheitern viele Menschen an ihren guten Vorsätzen. Eine große Studie macht ihnen vielleicht neuen Mut. Sie belegt, dass statistisch betrachtet bereits 15 Minuten Spazierengehen pro Tag reichen, um drei Jahre länger zu leben. Vorausgesetzt, man bewegt sich regelmäßig. Neben Bewegung sind eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf das Rauchen entscheidende Faktoren eines gesunden Lebenswandels.

Besondere Risikofaktoren des Schlaganfalls sind Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen

Sie fördern die Arteriosklerose (Gefäßverhärtungen) mit Ablagerungen an den Gefäßwänden, in deren Folge sich Blutgerinnsel bilden können. Eine regelmäßige Kontrolle und Behandlung dieser Erkrankungen  kann das Schlaganfallrisiko deutlich senken. Eine noch zu wenig bekannte Ursache von Schlaganfällen ist das Vorhofflimmern.

Rund jeder fünfte Schlaganfall wird auf das Vorhofflimmern zurückgeführt, wobei diese Schlaganfälle häufig besonders schwer verlaufen. Weil der Herzmuskel einen unregelmäßigen Impuls erhält, steht das Blut länger in den Vorhöfen und Blutgerinnsel können sich leichter bilden, was in den feinen Hirnarterien zu einem Verschluss führt.

Die Blutgerinnung lässt sich heute wirksam durch unterschiedliche Medikamente herabsetzen, doch nach aktuellen Schätzungen erhalten nur etwa 60 Prozent der Patienten mit diagnostiziertem Vorhofflimmern eine leitliniengerechte Therapie, obwohl das Risiko für einen Schlaganfall aufgrund eines Gefäßverschlusses bei unbehandeltem Vorhofflimmern etwa um das Fünffache steigt. Das individuelle Risiko lässt sich dabei vom Arzt mithilfe einer standardisierten Risikofaktorenskala abschätzen.

Besuchen Sie www.schlaganfall-hilfe.de für mehr Informationen.