Detailliert beschreibt er darin das Leid und Gebrechen von sechs Patienten und fasst somit erstmalig die motorischen Kardinalsymptome der später nach ihm benannten Parkinsonerkrankung zusammen: Muskelzittern (Tremor), Bewegungsverlangsamung (Hypokinese), Muskelsteifigkeit (Rigor) und Haltungsinstabilität.

Diese bilden bis heute die Grundlage für die Diagnosestellung des Parkinsonsyndroms, wenngleich insbesondere bildgebende Zusatzuntersuchungen, wie beispielsweise die Kernspin- oder Emissionstomografie, wichtige Zusatzinformationen auf dem Weg zur richtigen Erkrankungsätiologie beisteuern. Bereits James Parkinson beobachtete, dass es bei den Betroffenen darüber hinaus zu nicht motorischen Beschwerden, wie etwa Geruchsstörungen, Inkontinenz oder psychischen Beeinträchtigungen, kommt. Unverändert prägen diese das klinische Gesamtbild des Morbus Parkinson maßgeblich bis heute mit und werden von den Patienten häufig als besonders leidvoll wahrgenommen.

Auch wenn mehr als 200 Jahre später noch keine Möglichkeit der Heilung besteht und auch die Ursachen für die Erkrankung letztendlich noch nicht hinlänglich verstanden worden sind, ist der Wissenszugewinn, was die Krankheit Parkinson anbelangt, beträchtlich. Die Entstehungsmechanismen, wie jene charakteristischen Eiweißablagerungen (Lewy-Körper) innerhalb spezifischer Regionen des Gehirns (unter anderem Substantia nigra), die zu einer Veränderung des Gleichgewichts von Botenstoffen und somit zu Störungen der Netzwerkverbindungen des Gehirns führen, oder genetische Faktoren sind im Fokus der aktuellen Forschung.

Forschergruppen auf der ganzen Welt treibt aber nach wie vor der Wille an, die Parkinsonerkrankung in Gänze zu ergründen.

Betroffene profitieren heute von einem vielfältigen medikamentösen und nicht medikamentösen Behandlungsspektrum. Dank des erfolgreichen Einsatzes von Levodopa,  im Jahre 2000 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet, und der nachfolgenden Entwicklungen mehrerer weiterer medikamentöser Substanzgruppen ist eine zufriedenstellende Linderung der motorischen wie auch nicht motorischen Beschwerden in der Regel über viele Jahre zu erzielen. Ein weiterer Meilenstein in der symptomorientierten Behandlung der Parkinsonerkrankung war die Einführung eines operativen Verfahrens am Gehirn, der Tiefenhirnstimulation, vor mehr als zwei Jahrzehnten.

Es gelang hierdurch, auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung beziehungsweise bei einem besonders ausgeprägten Zittern Abhilfe zu schaffen. Forschergruppen auf der ganzen Welt treibt aber nach wie vor der Wille an, die Parkinsonerkrankung in Gänze zu ergründen und weitere Behandlungsoptionen, auch prophylaktische Maßnahmen wie Impfungen oder Antikörpertherapien, gegen die krankhaften Eiweißablagerungen zu entwickeln.

Auf anderer Ebene erfahren die Betroffenen und deren Angehörige heutzutage dank des besonderen Engagements verschiedenster öffentlicher sowie privater Initiativen, beispielsweise durch die Deutsche Parkinson Vereinigung (DPV) oder Deutsche Parkinson Hilfe (DPH), eine weitere und äußerst wichtige Unterstützung bei der Bewältigung und Neuorientierung des Lebens mit Parkinson. In dem Dreiklang einer qualitativ hochwertigen ärztlichen Versorgung, verbunden mit aktivierenden Therapiemaßnahmen (unter anderem Physiotherapie) und einer öffentlichen Wahrnehmung für diese schwere Erkrankung, bleibt die Verbesserung der Lebensqualität für die allein circa 300.000 Patienten in Deutschland somit das oberste Ziel.