Kampagneninformation

Wer steht hinter der Kampagne?
Wir sind ein Netzwerk von Organisationen, das Selbsthilfe, Pflege und Aufklärung miteinander vereint:

  • Deutsche PSP-Gesellschaft e.V.
  • Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung
  • Jung & Parkinson Die Selbsthilfe e.V.
  • PARKINSonLINE e.V.
  • Verein Parkinson Nurses und Assistenten e.V.

Unsere Forderungen:

  1. Das Gesundheitspersonal muss flächendeckend über die Symptomatik und Behandlung von Morbus Parkinson aufgeklärt werden.
  2. Die Zusatzqualifikation Parkinson-Nurse für Pflegekräfte muss, wie in anderen europäischen Ländern, anerkannt werden.
  3. Liegt bei einem Patienten eine chronische Erkrankung vor, muss eine qualifizierte Fachkraft hinzugezogen werden.

Kontakt – die Kampagnensprecher
Franziska Thorn: franziska.thorn@parkinson-bund.de
Benedikt Deschner: benedikt.deschner@parkinson-bund.de
www.parkinson-bund.de | info@parkinson-bund.de

Der Pflegenotstand und der Fachkräftemangel an deutschen Krankenhäusern sind zurzeit ein häufig diskutiertes Thema. Viel zu oft wird dabei vergessen, dass hinter der Debatte um Zahlen und Kosten Menschen stehen, die unter dem Mangel an Ressourcen und Wissen leiden und vergleichsweise harmlose Krankenhausaufenthalte schnell zur Lebensgefahr werden können. Kaum jemand hat Zeit, sich intensiver mit komplexen Erkrankungen, wie Morbus Parkinson zu befassen. „Letzte Ausfahrt Krankenhaus“ ist eine Kampagne, die an die Menschlichkeit plädiert und sich für konkrete Lösungen für die Versorgung von Patienten mit Parkinsonerkrankungen einsetzt.
Morbus Parkinson ist nach Alzheimer die zweithäufigste neurologische Erkrankung in Deutschland. Allerdings sagen Prognosen voraus, dass sich die Zahl der Parkinsonerkrankten, heute sind es rund 400.000, schon bald drastisch erhöhen wird. Eine wesentliche Ursache ist die zunehmende Alterung der Bevölkerung. Das deutsche Gesundheitssystem ist bei weitem nicht darauf vorbereitet.

Franziska Thorn und Benedikt Deschner haben sich als Sprecher dieser Kampagne sehr klare Ziele gesetzt. „Ich setze mich dafür ein, dass an Parkinson erkrankte Menschen qualifiziert, auf dem State of the Art der Humanmedizin und bedürfnisorientiert versorgt werden. Um dies zu erreichen, ist es unverzichtbar, dass das Gesundheitspersonal flächendeckend über die Symptomatik und die Behandlungsmöglichkeiten von Parkinson Erkrankungen aufgeklärt und entsprechend qualifiziert wird“, so Benedikt Deschner. Franziska Thorn ergänzt „Ich sehe es als meine Pflicht, dafür zu kämpfen, dass die Versorgung speziell für an Parkinson erkrankten Menschen verbessert wird.

Die Zusatzausbildung Parkinson Nurse muss, wie auch in anderen europäischen Ländern, bundesweit anerkannt werden, damit eine optimale Versorgung stattfinden kann. Denn jeder Mensch hat ein Recht auf eine medizinische Versorgung, die zur Genesung beiträgt.“ Franziska Thorn weiß wovon sie spricht, denn sie musste als Angehörige mit ansehen, wie ein geliebtes Familienmitglied auf Grund der Unwissenheit von Ärzten und Pflegepersonal sterben musste: „Wie kann es sein, dass nur vereinzelt qualifizierte Fachkräfte in deutschen Krankenhäusern eingesetzt werden, um eine optimale und patientenorientierte Behandlung zu gewährleisten? Wie kann es sein, dass wir als Angehörige kein Gehör bei den Ärzten finden und nicht ernst genommen werden?“



Gemeinsam bündeln die Vereine Deutsche PSP-Gesellschaft e.V., Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung, Jung & Parkinson Die Selbsthilfe e.V., PARKINSonLINE e.V. und Parkinson Nurses und Assistenten e.V. ihre Kräfte in der Kampagne „Letzte Ausfahrt Krankenhaus“ und setzen sich für eine umfassende Aufklärung über Parkinson ein. Denn, so sind sich beide einig: „Kein Mensch darf auf Grund von Unwissenheit und fehlender Qualifikation sterben. Und letztendlich kann es jeden von uns treffen, dessen sollten wir uns bewusst sein.“