Jetzt ist der MS-Kranke zu einer neuen Tour aufgebrochen.

Als Andreas Beseler im Jahre 1992 die Diagnose Multiple Sklerose bekam, schien für ihn ein Leben im Rollstuhl vorprogrammiert zu sein. „Nach der Diagnose fühlte ich mich gefangen im eigenen Körper“, erzählt er. Aber Beseler nahm mit bemerkenswertem Mut den Kampf gegen diese Krankheit auf. Obwohl Ärzte ihm von Bewegung abrieten, setzte er sich aufs Fahrrad.

„Alle sagen immer: bloß keine körperliche Anstrengung, kein Sport – hätte ich auf die Ärzte gehört, säße ich heute im Rollstuhl.“ Stattdessen begann er, jeden Tag Fahrrad zu fahren, und im vergangenen Jahr ist er zu einer vierwöchigen Radtour durch die kanadischen Rocky Mountains aufgebrochen.

Die Route führte ihn über 3.800 Kilometer von Whitehorse in Tagesetappen mit durchschnittlich 200 Kilometer Länge bis nach Vancouver. Er berichtet: „Die komplette Strecke war sehr, sehr hart. Oben im Norden hatten wir viel Gegenwind, hinzu kamen die Temperaturunterschiede, Mückenplagen, Regen, schlechte Straßenverhältnisse – von sehr grobem Asphalt bis zu gar keinem Asphalt.“

Beseler trotzte jedem Hindernis, nur sein Gesundheitszustand  machte der Extrembelastung auf dem Rennrad beinahe einen Strich durch die Rechnung. „Wie zu Hause, hatte ich auch während der Tour mit Spasmus zu kämpfen. Doch einmal war er so stark, dass ich mir das Knie verdreht habe und die Tour stark gefährdet war.“ Statt aufzugeben, biss Andreas Beseler die Zähne zusammen und fuhr weiter. Nach 23 Tagen erreichte der MS-Kranke sein Ziel.

Auch in diesem Jahr steigt Andreas Beseler wieder für MS-Kranke aufs Rennrad. Diesmal fährt er rund 1.700 Kilometer von Frankfurt nach Barcelona – doch nicht allein. „Wir fahren in zwei Gruppen und nennen uns Besi & Friends. Insgesamt werden über 70 Leute mitfahren, zumindest einzelne Etappen. Am 15. Juni ging es los und Beseler hofft auf viele Spender.

Erfahren Sie mehr unter www.rad-statt-rollstuhl.de.