Wer mit Gipsverband und Krücken zur Arbeit kommt oder in einen Bus einsteigt, kann meist mit Rücksichtnahme und Verständnis rechnen. Aber es gibt auch schwerwiegende Erkrankungen, die für Außenstehende nicht ohne weiteres zu erkennen sind. So ist vielen Menschen mit Multipler Sklerose (MS) auf den ersten  Blick nichts anzusehen. MS-Erkrankte führen oft nach außen hin ein ganz normales Leben, gehen zu Arbeit, pflegen Hobbys und gründen Familien.

Unsichtbar? Manchmal. Unberechenbar? Immer!

Diese positive Entwicklung ist modernen Medikamenten und Behandlungsmethoden zu verdanken, mit denen sich die Krankheit zwar nicht heilen lässt, der Verlauf aber deutlich verlangsamt werden kann. Trotzdem bleibt MS eine schwerwiegende  Erkrankung, und gerade ihre unsichtbaren Symptome können Erkrankte massiv einschränken. Dazu gehört beispielsweise die Fatigue, eine extreme Erschöpfung. Häufig treten kognitive Probleme wie Vergesslichkeit und Konzentrationsschwierigkeiten auf. Erkrankte leiden dann oft auch unter dem Unverständnis von Familie und Arbeitsumfeld, wo es  zu falschen Einschätzungen wie "faul" kommen kann.

Damit MS-Erkrankte statt Verständnislosigkeit Unterstützung bekommen, sind verlässliche Informationen wichtig - neutral und umfassend beantwortet die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Fragen zur Krankheit und Behandlung. Die Fachgesellschaft vertritt die Belange der mehr als 240.000 MS-Erkrankten in Deutschland, bietet ihnen und ihren Angehörigen Beratung und Unterstützung in 16 Landesverbänden. Die DMSG fördert die MS-Forschung, bildet Pflegekräfte und MS-Schwestern fort und unterhält ein Verzeichnis mit MS-Praxen und Kliniken, die mit dem DMSG-Zertifikat ausgezeichnet worden sind. Einen geschützten Raum zum Austausch finden MS-Betroffene im sozialen Netzwerk der DMSG: MS Connect.

Keiner sieht´s. Eine(r)  spürt´s: MS – vieles ist unsichtbar: Die DMSG startet Wettbewerb zum Welt-MS-Tag
Unter diesem Motto bietet der DMSG-Bundesverband Menschen mit MS und ihren Angehörigen im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs die Möglichkeit, über ihre Krankheit aufzuklären und die Öffentlichkeit an ihren Erfahrungen mit MS teilhaben lassen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt - vom Flashmob bis zum Theaterstück, vom Gedicht bis zum Song, vom Bild bis zum Video. Die Beiträge bitte bis zum 30. Juni an weltmstag@dmsg.de mailen oder per Post an Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V., Krausenstr. 50, 30171 Hannover schicken. Eine prominente Jury wählt den
Gewinner.

 

Information

Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen und Aktionen der DMSG, der Landesverbände und Kontaktgruppen finden Sie auf der Kampagnenseite zum Welt MS Tag und auf www.dmsg.de.
Am 30.05.2019 lädt die DMSG außerdem ab 18:00 Uhr zu einer Vernissage der Künstlerin Linda Baum in die Hörsaalruine des Medizinhistorischen Museums der Berliner Charité am Charitéplatz 1, 10117 Berlin.