Ansprechpartner

Deutsche Alzheimer Gesellschaft

Selbsthilfe Demenz

Friedrichstr. 236, 10969 Berlin

www.deutsche-alzheimer.de

 

BAGSO

Bonngasse 10, 53111 Bonn

E-Mail: bestellungen@bagso.de und Fax: 0228 / 24 99 93 20

 

Pflege ist Schwerstarbeit, die oft jahrelang, nicht selten rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche, geleistet wird. Aus zahlreichen Gesprächen mit pflegenden Angehörigen weiß ich um die Belastungen, die oft zur völligen körperlichen und seelischen Erschöpfung und auch Vereinsamung führen können.

Die allermeisten Pflegesituationen – so meine Erfahrung – sind durch einen Mangel an Vorbereitung, an Planung gekennzeichnet. Ich bin oft bestürzt über das Unwissen gerade auch von Seniorinnen und Senioren, zum Beispiel in Bezug auf Unterstützungsangebote und ihnen zustehende Leistungen.

Den Kopf in den Sand zu stecken, bedrückende Gedanken an eine sich anbahnende Pflegebedürftigkeit beiseitezuschieben, das ist leider eine weitverbreitete, aber wenig sinnvolle Haltung. Sie führt dazu, dass viele ältere Menschen von den Ereignissen überrollt werden und erst sehr spät – wenn überhaupt – Beratung und Unterstützung suchen.

Hilfreicher wäre es, wenn sie sich mit einer auf sie zukommenden Situation auseinandersetzen und sich Gedanken machen, wie sie sie bewältigen können. Natürlich können wir im Leben nicht alles planen, einiges jedoch schon. Und das sollten wir im eigenen Interesse, auch um zu verhindern, dass andere für uns Entscheidungen treffen.

Außerdem, das Annehmen von Beratung und Hilfe ist keine Bankrotterklärung, im Gegenteil, es ist ein Zeichen von Kompetenz: Ich kenne meine Grenzen und nehme fachkundige Hilfe an. Dies gilt nicht nur für die pflegebedürftigen Menschen, sondern auch für diejenigen, die die Pflege übernehmen.

Sie müssen sich mit den Anforderungen, die auf sie zukommen, befassen und sich Gedanken machen, wie sie sich vor Überforderung schützen, wie sie für Entlastung sorgen können, insbesondere dann, wenn der pflegebedürftige Mensch an einer Demenz leidet. In diesem Fall ist es sehr wichtig, sich über die Erkrankung zu informieren, zum Beispiel um nervenaufreibende Diskussionen zu verhindern, die viel Kraft kosten und zu nichts führen.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich schlauzumachen, zum Beispiel in den lesenswerten Broschüren, die das Bundesgesundheitsministerium herausgegeben hat: „Ratgeber zur Pflege“, „Pflegen zu Hause“ und „Wenn das Gedächtnis nachlässt“, in dieser geht es um die häusliche Betreuung demenziell erkrankter Menschen.

Sie sind zu beziehen über den:

Publikationsservice der Bundesregierung

Postfach 48 10 09, 18132 Rostock

Auch das Bürgertelefon zur Pflegeversicherung 030 / 340 60 66-02 ist eine kompetente Adresse.

Die Seite www.pflegen-und-leben.de, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, bietet eine anonyme, kostenfreie und datensichere Online-Beratung kompetenter Fachleute.

Der von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V. (BAGSO) herausgegebene Ratgeber „Entlastung für die Seele“ kann kostenlos in der Geschäftsstelle angefordert werden.