Die Häufigkeit ist damit mit der der multiplen Sklerose vergleichbar. Clusterkopfschmerzen treten mehr oder weniger gehäuft (= Cluster) auf und sind die schwerwiegendste Kopfschmerzerkrankung.

Der von den Patienten nicht selten als unerträglich stechend und „vernichtend“ beschriebene einseitige Kopfschmerz dauert im Mittel zwischen 30 und 120 Minuten und ist so intensiv, dass circa 25 Prozent der betroffenen Patienten suizidale Intuition entwickeln.

Die extremen Schmerzattacken treten kurz nach dem Einschlafen oder in den frühen Morgenstunden auf.

Obwohl die Diagnose einfach ist, wird sie meist zu spät gestellt. Als sehr gut und sehr schnell wirksam hat sich bei Clusterkopfschmerz der Wirkstoff Sumatriptan (zum Beispiel als Fertigpen) erwiesen. Die Wirkung tritt in der Regel bereits innerhalb von zehn bis 15 Minuten ein.

Er tritt in einseitigen Attacken auf. Die extrem starken Kopfschmerzen sind meist fronto-orbital lokalisiert und werden von Patienten als „wie ein glühend heißes Messer im Auge“ oder auch „wie ein brennender Dorn in der Schläfe“ beschrieben.

Die Rede ist von Clusterkopfschmerz, der in der Klassifikation der International Headache Society (IHS) von 2003 zu den trigemino-autonomen Kopfschmerzen (TAK) gezählt wird, eingegliedert in die Gruppe der idiopathischen Kopfschmerzen. Die extremen Schmerzattacken treten kurz nach dem Einschlafen oder in den frühen Morgenstunden auf. Anders als Migränepatienten haben Menschen mit Clusterkopfschmerzen einen starken Bewegungsdrang oder schaukeln mit dem Oberkörper.

Clusterkopfschmerz tritt episodisch oder chronisch auf

Die von heftigster Intensität geprägten Schmerzen können episodisch oder chronisch auftreten. In bis zu zwölf Prozent der Fälle geht eine episodische Form in eine chronische Verlaufsform über. Bei der episodischen Form dauern die symptomatischen Perioden in der Regel vier bis zwölf Wochen, gefolgt von unterschiedlich langen symptomfreien Zeiträumen, meist wenige Monate andauernd.

80 Prozent der Patienten leiden mehr als 15 Jahre unter der Erkrankung.

In der Schmerzphase treten ein- bis achtmal täglich kurze, gehäufte (Cluster = englisch: Häufung) Attacken auf. Ausgelöst und verstärkt werden sie durch Alkohol oder Medikamente wie Nitroglycerin und Histamin oder Stress. Dabei fällt auf, dass diese Faktoren in den symptomfreien Perioden nicht zu Schmerzattacken führen. Circa 80 Prozent der Patienten leiden unter der episodischen Form.

Bei 20 Prozent handelt es sich um eine chronische Verlaufsform des Clusterkopfschmerzes, bei der es keine aktiven und inaktiven Phasen gibt. Die Schmerzattacken treten hier fast täglich auf.

In Deutschland sind etwa 120.000 Menschen von Clusterkopfschmerzen betroffen, in den meisten Fällen Männer, bei denen im Alter von 28 bis 30 Jahren die Krankheit erstmalig auftritt. Obwohl die Diagnose recht einfach zu stellen ist, wird Clusterkopfschmerz sehr spät diagnostiziert und therapiert. 80 Prozent der Patienten leiden mehr als 15 Jahre unter der Erkrankung.

Gründliche Anamnese ist die Basis der Diagnose

Die Diagnose des Clusterkopfschmerzes beruht auf einer gründlichen Anamnese und einer klinisch-neurologischen Untersuchung. Allerdings sollte bei Erstdiagnose oder zusätzlichen neurologischen Symptomen eine kranielle Computertomographie der Schädelbasis sowie eine zerebrale Kernspintomographie durchgeführt werden.

Die höchste Effektstärke unter den Triptanen hat Sumatriptan, zum Beispiel in Form eines Fertigpens.

Vor allem bei älteren Patienten führen nicht selten intrakranielle Raumforderungen zu Clusterkopfschmerz. Differenzialdiagnostisch sind Migräne, Trigeminusneuralgie, atypischer Gesichtsschmerz und chronisch paroxysmale Hemikranie auszuschließen.

Therapie muss effektiv und schnell wirksam sein

Die Intensität der Schmerzattacken erfordert im Akutfall eine schnell wirksame und effiziente Therapie.

Mittel der ersten Wahl sind laut aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) Sumatriptan subcutan injiziert, Sauerstoffinhalation sowie die nasale Applikation von Zolmitriptan. Die höchste Effektstärke unter den Triptanen hat Sumatriptan, zum Beispiel in Form eines Fertigpens.

Da die Therapie des Clusterkopfschmerzes in jedem Fall sehr individuell und schwierig sei, rät die DGN, diese Patienten an ein spezialisiertes Zentrum oder eine Kopfschmerzambulanz zu überweisen.

 


Stechend

Der Schmerz ist unerträglich



Attacke

30 bis 120 Minuten



Tränendes Auge

hängendes Augenlid, Pupillenverengung, Augenrötung



Alkohol

Gefäßerweiterung typischerweise nach Alkoholgenuss




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